Fiat 806 Metallbausatz 1:12

Metall Bausatz der Firma PROTAR im Maßstab 1:12

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Der Protar Bausatz  Baubericht etc. und Bilder 
Der Bausatz   stammt von der Firma PROTAR, ( ist heute praktisch nicht mehr zu bekommen, ganz selten einmal bei eBay). Als ich den Bausatz baute, besaß ich noch keine Digitalkamera, deshalb sind die Bilder vom Bau auch mit einer normalen Kamera aufgenommen worden. Anschließend habe ich die Bilder eingescannt, beides war der Qualität nicht dienlich.  Vom fertigen Modell habe ich neue Bilder erstellt und in der Bildergallerie eingestellt. Vom inneren gibt es keine neuen Bilder, die Passungen der Motorhaube sind sehr eng und ich habe Angst das beim öffnen eventuell Farbe abblättert. Sorry !!

Der Bausatz ist sicherlich nichts für Modellbau Anfänger, die Schwierigkeiten dieses Bausatzes sollten nicht unterschätzt werden. Wer bis  dato nur Plastik Bausätze zusammen geklebt hat steht vor ganz neuen Problemen.
 Aber wer sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzt, wer auch bei längerer Bauzeit nicht nervös wird und sauber arbeitetet, wird die anfallenden Probleme aber lösen können.
Der Bausatz besteht aus Metallteilen, Plastikteilen, sehr vielen vorgeformten Vinylkabeln, diversen Klebefolien und Gummireifen. Verbindungen werden zum großten Teil durch Schraubverbindungen realisiert.
Am Ende erhält man ein "highligt" von einem Automodell (auch weil es so rar ist) welches sich in jeder Modellbausammlung hervorragend macht.

Die Verpackung
Die Verpackung der  ca 400 Einzelteile hinterläßt einen lieblosen Eindruck, Beschädigungen sind nicht auszuschließen.
Beim öffnen der Schachtel kommen einige lose Teile zum Vorschein, es empfiehlt sich diese sofort zu sichten und zu sichern. Später stellt sich heraus das die Frontscheibe "fehlt". Beim begutachten der Einzelteile  fällt auf, das an den mitunter sehr filigranen Metallteilen große Gußgrate und viel überstehendes Material vorhanden ist. Ist wohl dem Material geschuldet. Erfordert aber immense Nacharbeiten.  Auch die Plastikteile weisen Auswerferstellen und Vertiefungen auf.

Benötigte Hilfsmittel
Folgende Werkzeuge erleichtern den Bau ungemein, bzw. sind  unabdingbar, soll der Bau gelingen.
Benötigt werden neben den üblichen Werkzeugen, mindestens ein Satz kleiner Schlüsselfeilen, ein Gewindebohrersatz  M 1,4mm mit den passenden Bohrern. Des weiteren benötigt man ein sogenanntes Schneideisen M2,0mm um die Gewinde an den Achsen  nach zuschneiden. Eine Minibohrmaschiene und Holzwäscheklammern helfen beim bauen.
Kleine gute Schraubenzieher setze ich einmal voraus sind bei jedem Bastler vorhanden. In alle Löcher, in die später Schrauben gedreht werden, muß vorher mit dem passenden Bohrer das Loch auf Maß  gebracht und anschließend das passende Gewinde hinein geschnitten werden. Da die kleinen Schrauben und Schraubenköpfe sehr "weich" sind kommt es sonst bei eindrehen zum Schraubenkollaps.

Die Bauanleitung
Die übersichtliche Bauanleitung führt in 45-Bauabschnitten durch die ca.400 zu verbauenden Teile. Leider sind kaum Farbangaben vorhanden.
 Im Laufe des  Zusammenbaus bekommt man einen tiefen Einblick in die damalige Technik. Das Auto wurde weites gehend aus dem Karton gebaut. Verbesserungen  beschränken sich auf die selbst angefertigte Verkabelung und eine sehr saubere Verarbeitung der einzelnen Teile Die vorgesehene Vinylverkabelung war  nicht zu gebrauchen. Sie wurde durch eine eigene Ersetzt, bestehend aus dünner Litze bzw. dünnem Elektroniker Lötzinn.

Lenkrad_Verstiftet_1

Der Zusammenbau
Vorsicht ist bei verzogenen  Metallteilen geboten, da diese beim richten  sofort brechen und dann oft nur über sehr kleine Klebeflächen verfügen. Diese Teile müssen dann verstiftet werden damit sie dann beim verkleben die nötige Stabilität und Belastbarkeit erreichen. Bei mir war davon das Lenkrad und die ebenfalls aus Metall bestehende Hinterachse davon betroffen
 Im Beispiel: Das gebrochene Lenkrad.
Habe ein 0,8 mm Loch gebohrt und dann einen Drahtstift durch beide Hälften geschoben, verklebt, verspachtelt und verschliffen .

Bauabschnitt 1
In Bauabschnitt-1 werden abweichend von der Bauanleitung nach dem "vernieten" von Teil-1 die Nietköpfe nicht abgefeilt, sondern mittels Fräser aus den Seitenprofilen ausgefrässt.
Durch die jetzt größeren Nietkoepfe erhöht sich die Stabiltaet.
Bauabschnitt 4
Achtung beim aufkleben der "Holzbeplankung". Die Folie läßt sich nicht verschieben, wie man es von den wasserlöslichen Decals gewohnt ist
Bauabschnitt 8
Die Ölwanne besitzt 4-große Auswerferstellen. Ich habe die Struktur mit einem scharfen Cuttermesser nachgeschnitten.

Zuendkabel_1

Bauabschnitt 10
Die 3 mm messenden Sechskantgewinde  der Zündkerzen ersetzte ich  durch Messingmuttern M 1,4 mm. Diese lassen sich problemlos auf die Metallstifte" aufdrehen.

Bauabschnitt 16
 
In diesem Abschnitt fallen umfangreiche und Zeitaufwendige Arbeiten an.
 z.B. Die richtige Länge der Antriebswellen Teil 34+35 muss am Modell ermittelt  werden.

Die vorgefertigten Vinyl Zündkabelsätze aus Gummi sind nicht zu gebrauchen, ein Eigenbau ist unumgänglich.
Dazu habe ich die Gummikabel auf der einen Seite ca. 1,2 mm hinter den Kerzensteckern und auf der anderen Seite direkt an den Teilen 1+2  abgeschnitten. In die Kerzenstecker bohrt man, nach dem  “ankörnen”  mittels einer heißen kleinen Stecknadel, vorsichtig ein ca. 1 mm großes  Loch. In dieses Loch wird nun vorsichtig Elektroniker Lötzinn 0,5 mm eingeführt. Anschliessend wird alles schwarz lackiert. In die Teile  100+101 bohrt man je sechs 1 mm große Löcher zur Aufnahme der  neuen Zündkabel. Die neuen Zündkabel aus lackierten Lötzinn lassen  sich problemlos und vorbildgetreu am Modell verlegen. Die Optik kommt dem Original sehr nahe. siehe auch Bild in  
Bauabschnitt 10

Mef_motor_4

Bauabschnitt 21
Der Zusammenbau entfällt, weil die Federpakete als "ganzes" verchromtes Plastikteil beiliegen.
Um den Kontrast der einzelnen Federpakete zu steigern, wird stark verdünnte schwarze Farbe aufgetragen. Diese sammelt sich in den Vertiefungen und die einzelnen Federpakete  treten optisch hervor.

 Bauabschnitt 24
V
or dem Zusammenbau der Felgenringe müssen diese aufwendig entgratet werden. Auf das verschrauben der Ringe habe ich verzichtet, da die dafür vorgesehen Löcher für die M1,4mm Schrauben zu groß waren. Die Felgenaussenringe werden daher nur mit Sekundenkleber verklebt 
Zum Spannen der Einzelteile sind Waescheklammern aus Holz ein ausgezeichnetes Hilfsmittel

Bauabschnitt 30
Der grosse Tank wird nach dem Zusammenbau sorgfältig verspachtelt und geschliffen anschliessend neu überlackiert

fiat_105
PICT0005

Einbau des Motors
Beim Einbau des Motor in den Kastenrahmen wurde dieser um ca. 1mm nach rechts versetzt, damit die Motorhaube schließen kann.
Der Kühleranschluss wird abgetrennt und passend zur neuen Motorposition neu angesetzt.
Die Metall Karosserie wird vor dem Lackieren sorgfältig gespachtelt und verschliffen. Die Luftschlitze in den beiden beweglichen Motorhauben waren größtenteils verschlossen. Ein öffnen mittels z.B. Fräser habe ich mir nicht zugetraut. Deshalb habe ich auch die wenigen offenen Luftschlitze von hinten verschlossen. Die Motorhauben selbst müssen mit Feile und Fräser bearbeitet werden.
 Innen muss Platz für den Motorblock geschaffen werden, sollen die Hauben später sauber schliessen.

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Bauabschnitt 25+39 Die Startnummern
Da die beiden Startnummern nicht als Abziehbilder beiliegen und die Lackierschablone sehr dick ist, sich den Konturen der Motorhaube nicht anpasst, habe ich nach einem missglückten Lackierversuch auf selbige verzichtet. Lieber keine Starnummer, als eine unsaubere Ausführung. Ich habe  keine  andere  Möglichkeit gefunden die Startnummern aufzubringen, da sie in den Bereich der Lüftungschlitze fallen. Wer eine ruhige Hand hat könnte vielleicht versuchen die Nummer mit einem Pinsel aufzutragen!!!
Die beiliegenden Abziehbilder müssen sorgfältig ausgerichtet werden bevor man sie anreibt. Ein nachträgliches verschieben, wie man es von wasserlöslichen Decal  gewohnt ist, ist mit den beiliegenden klebe  Decal nicht möglich.

Lackierung
Der Farbauftrag erfolgte mit Pinsel, Airbrush und Autolacken aus der Spraydose
Bedauerlicherweise verschwindet ein Grossteil der Einzelheiten unter der Karosserie, und bleibt somit fuer den spaeteren Betrachter Unsichtbar.Man sollte nicht vergessen Bilder vom Aufbau und den zahlreichen Detail zu machen. Oder ein zweites gestripptes Modell !!!

Fazit 
Trotz der zahlreichen Probleme  ist das fertige Modell des FIAT 806-406/S ein sehr schönes und autentisches Modell.
 Ein "highlight" in meiner, in jeder, Modellsammlung.

Frontscheibe
Die fehlende Frontscheibe wurde aus einem duennen durchsichtigen Plastikstreifen angefertigt. Anschliessend mit Klarlack in den Rahmen eingeklebt.

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